|
Schwul sein in Oldenburg: Das ist gar kein Problem |
|
|
|
Christoph: Sex ohne Kondom gab’s erst nach einem gemeinsamen HIV-Test.
Ich bin in Oldenburg geboren und aufgewachsen. Ich habe hier die Schule besucht und mein Abi gemacht. Und jetzt mache ich hier auch mein Studium fertig. Das Leben als Schwuler in Oldenburg ist relativ entspannt. Mein Freund Maik und ich können ohne Problem Händchen haltend durch die Stadt, durch den Park oder durch Geschäfte laufen. Wir küssen uns auch in der Öffentlichkeit und haben damit noch nie Probleme gehabt. Klar, es drehen sich schon mal Leute um und es gibt natürlich auch Situationen, wo vielleicht mal Menschen auf uns zukommen, die sich dadurch eher provoziert fühlen als andere. Da wollen wir auch keinen Stress haben und dann lassen wir es lieber. Und wenn es zwischendurch mal irgendwo einen Spruch gibt, dann bin ich da auch eher unempfindlich. Maik fühlt sich dann eher persönlich getroffen. Für mich ist es so: Die sollen ihren Spruch machen, wenn sie das glücklich macht. Ich kann diese Leute einfach nicht ernst nehmen. Sie greifen mich nicht wegen meiner Persönlichkeit an, sondern aufgrund meiner Sexualität. Und da bin ich dann auch eher geneigt, irgendwelche Sprüche zurück zu machen.
In Oldenburg andere Schwule kennen zu lernen ist auch kein Problem, z.B. auf Partys oder wir sind auch hier beim schwul-/lesbischen Sportverein. Die Szene hier in der Kleinstadt unterscheidet sich vielleicht dadurch von der in Großstädten, dass hier einfach sehr viel getratscht wird. Also hier ist es schon so, dass jeder jeden kennt und Geschichten sind da ganz schnell rum. Als ich mit Maik zusammengekommen bin, da war das auch so. Viel Geläster und viel Getratsche. Ich habe ja einige Zeit zwischendurch mal in Berlin gewohnt und auch wenn ich da noch nicht so viel weg war, denke ich schon, dass es da anders ist. Hier in Oldenburg gibt es ja im Grunde nur eine Location, wo immer die Partys sind. Dadurch ist es eben wesentlich tratschiger.
|
|
Weiterlesen...
|
|
Alles war so perfekt
Tobias, 17 Jahre, Michendorf
Au man, ich hatte immer riesigen Bammel vor meinem ersten Mal, weil ich so schüchtern bin. Ich dachte schon, dass es da wohl zu einem Problem kommen würde, wenn ein Mädchen versuchte mich auszuziehen. Weil, ich meine, ich habe meinen Körper richtig gehasst, so starke Minderwertigkeitskomplexe hatte ich, da schien so etwas wie mein erstes Mal ganz unvorstellbar.
|
|
Weiterlesen...
|
|
I’m not a lesbian but my girlfriend…
Sam, 19 Jahre, Potsdam
Hier bin ich nun. Ein 19 Jähriges Mädchen, was ihre Coming-out-Story erzählen möchte. Mein Name ist Sam und ich bin lesbisch.
Bei mir kam das Gefühl, dass ich wahrscheinlich anders bin, nicht plötzlich und unerwartet, sondern sehr langsam. Schon seit ich klein war fand ich Mädchen einfach viel besser und hübscher. Ich wollte auch im Kindergarten immer irgendwie ein Junge sein, da die es viel einfacher hatten. Gesagt, getan, zog ich mich wie einer an. Seitdem kam es dann häufiger vor, dass meine Eltern fremde Leute überzeugen mussten, dass ich wirklich ein Mädchen sei. Wer würde schon denken, dass ein Kind mit sehr kurzem Haarschnitt und Jungenklamotten ein kleines süßes Mädchen sei?! Niemand.
|
|
Weiterlesen...
|
|
|