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Gesundheitszieleprozess zu HIV/AIDS im Land Brandenburg

Die Initiative Brandenburg - Gemeinsam gegen AIDS beschließt in jedem Jahr auf ihrerer Fachtagung einen Gesundheitszieleprozess. Dieser wird den aktuellen Bedingungen angepasst. Dabei finden die Akteure in den Zielgruppen, die Institutionen und die kommunalen Einrichtungen vor Ort ihre Berücksichtigung.

Der Gesundheitszieleprozess HIV/AIDS in Brandenburg, hier als Druckversion:
gesundheitszieleprozess_zu_hiv_in_brandenburg.pdf
Ziel 1:

Die Zahl der HIV-Neuinfektionen in Brandenburg ist durch geeignete Präventionsmaßnahmen gesenkt.
Der Wissensstand zu zeitgemäßer AIDS-Prävention ist verbessert. Die Zahl der Multiplikatoren ist erhöht.

Maßnahme I:
Das Präventionskonzept LIZA (Liebe in Zeiten von AIDS) wird in Lehrerfortbildungen eingesetzt und weiter verteilt. Die spezifischen Brandenburger Angebote und Konzepte werden bekannt gemacht und über FB-Katalog des LISUM beworben.

Maßnahme II:
Erarbeitung und Verteilung eines Fragebogens zur Erfassung des derzeitigen Informationsstands zu HIV/Aids und STD bei verschiedenen Zielgruppen.

Maßnahme III:
Informationsmaterialien zu HIV/Aids und STD werden an Schwangerschaftsberatungsstellen verteilt.

Zielgruppenspezifische Präventions- und Informationsangebote
in den Bereichen MSM (Männer die Sex mit Männern haben), Migranten (die Deutschkurse an Volkshochschulen / Sprachschulen besuchen), Jugendliche, Inhaftierte stehen zur Verfügung.

Maßnahme I:
Fachveranstaltungen mit Initiativen und Vereinen im MSM - Bereich werden durchgeführt.
Angebote von Gesundheitsseminaren für Mediatoren im MSM - Bereich sind über das Internet etabliert.


Maßnahme II:
Die Präventionskampagne der DAH und der BZgA „Ich weiß, was ich tu“ wird durch Brandenburger Akteure unterstützt und bekannt gemacht.

Maßnahme III:
Flyer mit dem Angebot der MiMi-MediatorInnen liegen vor und werden verteilt.

Maßnahme IV:
Einsatzmöglichkeiten für die MiMi-MediatorInnen werden unterstützt. Die Weiterfinanzierung der Einsätze und Fortbildungen wird angestrebt.


Maßnahme V:
Ein Safer-Sex-Päckchen mit landkreisspezifischen Informationen und Beratungshinweisen wird an alle SchülerInnen der 10. Klassenstufe im Rahmen der Schulabgangsuntersuchung verteilt.


Maßnahme VI:
Informationsveranstaltungen in Haftanstalten für Inhaftierte und Personal werden angeboten, Materialien (auch Kondome und Gleitmittel) werden verteilt.

Beratung und Beratung mit freiwilliger Testung (vct-voluntary counselling and testing) werden häufiger durchgeführt und sind in ihrer Qualität verbessert.

Maßnahme I:
Fortbildungsveranstaltungen für Gesundheitsamtmitarbeiterinnen mit den Inhalten VCT, Gesprächsführung in der Beratung, Übermittlung von unklaren und positiven Testergebnissen, Beratung von MigrantInnen sowie praktischen Übungsbeispiele werden durchgeführt.

Maßnahme II:
Fortbildungen für Personal in Rehakliniken und in Pflegeeinrichtungen werden durchgeführt.Ein entsprechendes Konzept liegt vor.

Maßnahme III:

Nach Möglichkeiten der kostenlosen Abgabe von Kondomen und Pille über die Gesundheitsämter an Bedürftige wird gesucht.

Ziel 2:

Eine bedürfnisgerechte Betreuung und Versorgung der HIV-Infizierten und an AIDS - Erkrankten ist gewährleistet.

Die Sensibilisierung der Ärzteschaft für das Thema und die Diagnostik von HIV ist verbessert.

Maßnahme I:
Fortbildung des ärztlichen und nichtärztlichen Personals in Krankenhäusern, Reha- und Pflegeeinrichtungen werden dezentral und nach bewährtem Konzept durchgeführt.

Maßnahme II:
Fortbildung zur PEP für niedergelassene Ärzte und Bedienstete der Polizei werden angeboten bzw. durchgeführt.

Maßnahme III:
Die Erkenntnisse aus der Erhebung von Daten zur gesundheitlichen Situation von MigrantInnen fließen in Empfehlungen für die Bereiche Gesundheit und Soziales hinsichtlich zukünftiger Präventionsstrategien und Fortbildungsangebote ein.

Maßnahme IV:

Zielgruppenspezifische Informationsveranstaltungen werden angeboten.

Ziel 3:

Den spezifischen Bedarfen von Migranten im Rahmen der gesundheitlichen Aufklärung, Betreuung und Versorgung im Bereich HIV / Aids wird Rechnung getragen.


Maßnahme I:
Die gesundheitliche Aufklärung erfolgt kultursensibel und mit für Migranten niederschwelligen Angeboten.Einsatzmöglichkeiten für die MiMi-GesundheitsmediatorInnen erschließen und unterstützen, Weiterfinanzierung sicherstellen (s.1.2.3).

Maßnahme II:

Aus den Ergebnissen der Erhebung von Daten zur gesundheitlichen Situation von MigrantInnen im Land Brandenburg werden Handlungsempfehlungen für Präventionsstrategien und Versorgungsangebote entwickelt.

Maßnahme III:
Die Nachauflage des Gesundheitswegweisers für MigrantInnen im Land Brandenburg wird verteilt.

Maßnahme IV:
Der ungehinderte Zugang zur Untersuchung und Behandlung ist erleichtert. Problemsituationen hinsichtlich der Unterbringung von HIV-infizierten Asylbewerbern werden beobachtet und bei Bedarf unterstützt.