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Schäm dich nicht und hab den Arsch in der Hose!
Kurz und schmerzlos, es war mir total peinlich! Aber danach eigentlich nicht mehr! Um ehrlich zu sein, ich habe mich gefühlt, als wären mir 50 Tonnen Wackersteine vom Herzen gefallen! Ich lebe seitdem auch viel unbeschwerter, freier und kann jeden Augenblick genießen! Mal abgesehen davon, dass ich bei meinem Coming-out etwas betrunken,... nagut, ziemlich betrunken war. Ganz zu schweigen von dem Getöse um den Weinwagen herum, musste ich nur mit dem Kopf nicken und damit war die Sache gegessen! Nun seid doch mal ehrlich zu euch selbst, eine Mutter weiß doch, wenn ihr Sohn schwul ist oder nicht! Die haben das im Blut, die können einem schon etwas ansehen, bevor man es überhaupt getan hat! Aber so ganz auf die leichte Schulter sollte man das Thema ja doch nicht nehmen! Ich habe 2 Jahre gebraucht, bevor ich es sagen konnte! Nicht weil ich es nich selbst aktzeptieren konnte, wohl eher der Zweifel daran, dass meine Mutter mich noch akzeptieren würde! Es ist schwer, sich dazu durchzuringen und die Worte auszusprechen. Wichtig für mich war damals, dass ich Freunde hatte. Ich habe mit ihnen darüber gesprochen und sie haben mich akzeptiert und mir den gewichtigen Rückhalt gegeben, den ich mir selbst nicht geben konnte! Also redet mit Freunden oder Angehörigen darüber, aber euren Eltern müsst ihr es schon selbst sagen. Das schlimmste, was passieren kann, ist, dass sie es von anderen erfahren und glauben, du würdest ihnen nicht vertrauen, auch wenn du es tust! Für sie wird es immer ein Misstrauensbeweis sein! Also schäm dich nich deiner Selbst und hab den Arsch in der Hose, aber mach es selber und alleine. Keiner kann dich wegen dem, was du bist, verurteilen, du bist immer noch die selbe Person wie vorher!
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